Pressekonferenz: Razer stellt die BlackWidow vor
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von Christian "gana" Warnholz |
Pünktlich um 16 Uhr beginnt die Pressekonferenz von Razer. Die Bühne ist ganz in schwarz gehalten und mit dem grünen Razer Symbol beleuchtet. Zwei Beamer werfen den Startbildschirm der gleich startenden Präsentation rechts und links an die Wand. Nach einer kurzen Einleitung betritt Min-Liang Tan, der CEO von Razer, die Bühne und die Show kann beginnen. Razer stellt heute ein neues Produkt vor, das in der Form noch nie dagewesen ist und ganze vier Jahre Entwicklungszeit beansprucht hat.
Doch zunächst soll das Razer-Jahr resümiert werden. Denn der Gaming Peripherie Entwickler und Hersteller ist seit diesem Jahr der globale Spitzenreiter, wenn es um Gaming Hardware geht. Außerdem sind Razer-Produkte die am meisten bevorzugte Wahl von Pro-Gamern. Nicht nur die Spieler von mousesports setzen auf Razer, sondern auch Organisationen wie WeMade FOX, MeetYourMakers oder World Elite.
Weiterhin konne Razer in diesem Jahr die drei größten Partnerschaften ihrer Geschichte beschließen. Zwar arbeitet man schon seit einigen Jahren mit Blizzard Entertainment zusammen, doch erst zum Erscheinen von StarCraft 2 Wings of Liberty kommt eine neue Produktreihe auf den Markt. Diese wird von Christopher Mitchell vorgestellt. Da ist zum einen die Razer Spectre, eine ultraleichte Maus extra für RTS-Gamer, die einen 5600dpi Laser eingebaut hat und ein Button Force Enjustment Sytem, das das Klicken noch leichter und genauer macht. Das zweite StarCraft 2-Produkt von Razer ist die Tastatur Razer Marauder. Sie ist zum Beispiel sehr platzeffizient gebaut, was bedeutet, dass man mehr Raum für Maus und Mousepad auf der rechten Seite hat. Das dritte Produkt ist das Razer Banshee, ein Headset, das extra für RTS-Spieler entwickelt wurde. Neben der Isolation des Gaming-Sounds, also dem Ausblenden von Umgebungsgeräuschen, hat das Banshee ein abnehmbares Mikrofon. Da RTS-Spiele, wie StarCraft 2, meistens im 1on1-Modus gespielt werden, wird das Mikrofon dort nicht benötigt und man kann es einfach beiseite legen. Außerdem hat man ein Mutlicolor-System für das Equipment entwickelt, was bei steigenden APM (Actions per Minute), die Farbe wechselt.
Der zweite große Deal wurde mit Microsoft gemacht. Neben dem bekannten Betriebssystem Windows, produziert Microsoft seit Längerem Spielekonsolen. Razer wurde damit beauftragt einen Game-Controller für die XBOX 360 zu entwickeln. Der Razer Onza wird von Hilmar Hahn vorgestellt. Dieser Controller ist genau auf die Bedürfnisse der Konsolenspieler zugeschnitten. In der Tournament Edition bringt der Onza einen neuartigen Analogstick mit, dessen Widerstand verstellbar ist. Der FPS-Spieler kann den Widerstand sehr weich einstellen um eine möglichst hohe Genauigkeit beim Aiming zu erlangen. Ein Racing- oder Soccerspieler braucht einen möglichst starken Widerstand um schnell beschleunigen zu können. Außerdem hat das Onza zwei zusätzliche voll programmierbare Tasten. Diese wurden nötig, weil sich Gamer beschwert haben, dass es nicht möglich sei, die Analogsticktaste (Herunterdrücken des Analogsticks) zu drücken und gleichzeitig den selben Stick zu bewegen. Weitere Features sind die mechanischen Tasten, die ein schnelleres Drücken ermöglichen, die Kompatibilität mit PCs und das 4,50 Meter lange Kabel.
Der dritte große Deal ist der Auftrag von Disney. Razer soll zum Start des Kinohits TRON Legacy Ende diesen Jahres Peripherie herstellen, die in den TRON-Kosmos passen. Nachdem diese drei Projekte des Jahres 2010 resümiert waren, folgt endlich das, worauf alle Zuschauer gewartet haben. Die Präsentation des neuen Razer Produkts. Razer CEO Min-Liang Ten leitet ein, dass sein Unternehmen in zwölf Jahren lediglich 18 Produktreihen erschaffen hat. Diese Anzahl schaffen andere Hersteller in einem Jahr. Er erklärt dies damit, dass bei Razer alles von Grund auf entwickelt wird. Dann folgen Testphasen mit Pro-Gamern und das Produkt wird so lange verbessert, bis es perfekt ist. Genau so war es auch mit dem neuest Kracher, den Razer jetzt präsentiert.
In diesen 12 Jahren hat Razer lediglich zwei Tastaturen rausgebracht, die Lycosa und die Tarantula. Nun folgt eine dritte Tastatur, die gleichzeitig eine neue Generation einleitet: Die Razer BlackWidow. Die Razer BlackWidow ist die erste vollständig mechanische Tastatur der Welt. Diese Tastatur wurde von Razer von Grund auf neu entwickelt. Man hat sich bereits existierende Tastaturen angeschaut und die unnötigen Sachen von wichtigen getrennt. Wozu braucht ein Gamer einen Bildschirm auf der Tastatur? Da schaut man beim spielen doch sowieso nicht drauf. Folgendes hat man sich bei Razer überlegt: Wie viel Kraft braucht der Mensch eigentlich, um eine Taste zu drücken? Bei einer herkömmlichen Tastatur sind das 60 bis 80 Gramm Kraft pro Tastendruck. Die Razer BlackWidow hat diese Kraft auf 50 Gramm reduziert. Wenn man das hochrechnet auf die Anzahl an Tastenschläge, die man am Tag oder gar im Monat macht, sei das eine enorme Krafteinsparung.
Zusätzliche Anschlüsse bei der BlackWidow
Weiterhin hat sich das Entwicklerteam von Razer überlegt, wie weit man eigentlich die Tasten herunterdrücken muss, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Bei herkömmlichen Tastaturen ist diese Distanz viel zu weit, sodass man sie bei der Razer BlackWidow halbiert hat. Das dritte neue Feature wird „Tactical Feedback“ genannt. Die Tasten haben eine Art Widerstand, sodass man bei der Razer BlackWidow merkt, wann die Taste soweit gedrückt ist, dass auf dem PC die gewünschte Aktion ausgeführt ist. Gut vergleichbar ist das mit dem Klicken bei einer Maus. Razer CEO Min-Liang Tan verdeutlicht bei diesem Punkt noch ein mal, dass man jede Taste einzeln neu entwickelt habe.
Dazu kommen die üblichen Features einer Razer-Tastatur: Fünf zusätzliche frei programmierbare Tasten, Anti-Ghosting und zehn individuell einstellbare Profile, die On-the-Fly ausgewählt werden können. Der Hammer: Während neuartige Tastaturen von anderen Herstellern oftmals mit einem Preis von 150 Euro auf dem Markt kommen, wird das Razer BlackWidow für nur 79,99 Euro erhältlich sein. Außerdem kann man sie ab jetzt auf www.razerzone.com vorbestellen, um sie garantiert in vier Wochen zu Hause zu haben.
Doch das ist den Razer Entwicklern alles noch nicht genug gewesen, weswegen sie noch einen draufsetzen. Die Razer BlackWidow wird es auch noch in einer Ultimate Version geben. Diese wird alles können, was die Standardversion kann, plus ein Haufen cooler Features. Und zwar einen zusätzlichen USB-Port zum Anschließen einer Maus, Media Stecker für Headset oder Soundsystem und jede Taste hat ihr eigenes Licht. Über 100 Lampen wurden verbaut und es können fünf verschiedene Lichtprofile eingestellt werden. Unter anderem kann man das Licht heller machen, um die einzelnen Tasten im Dunkeln besser erkennen zu können. Zum anderen präsentiert uns der Razer CEO den „Breathing“ („Atmung“) Effekt, bei dem die Tastatur zu atmen scheint. Das grüne Licht wird langsam im Fade-Over zu rotem Licht und umgekehrt. Das macht Eindruck auf die Zuschauer.
Die Ultimate Version wird für 129,99 Euro zu haben sein. Das ist also das neue Produkt des Gaming-Peripherie Herstellers Nummer eins auf der Welt. Die Razer BlackWidow sieht nicht nur gut aus, sondern es stecken vier Jahre Entwicklungszeit in ihr und das sieht man auch an der großen Ladung Innovation.