Donnerstag
Kleine Bemerkung zum Anfang: Dieser Bericht wurde knapp 2 Stunden nach der LAN (2 Stunden Schlaf - 22 Stunden Autofahrt) geschrieben, die daraus resultierenden Fehler bitte ich nicht zu beachten ^^.
Nach einigen Diskussionen und Problemen, die wir letztendlich lösen konnten, bereitete sich jeder von uns auf das erste "internationale" Battlefield Event vor und die Vorfreude war deutlich spürbar - auch wenn sie mit erheblichen Kosten und logistischem Aufwand verbunden waren.
Die Fahrgemeinschaften waren gebildet und jeder hatte mehr als 700km vor sich, frohen Mutes, aber schon mit dem Hauch einer gewissen Skepsis, begaben wir uns in unsere Himmelbetten um von einem tollen Event mit toller Coverage, tollen Teams, gigantischen Tunieren, viel Spaß und unendlich vielen Ricolas zu träumen. (Anm. d. Autors - *hust* ich träumte von dem tollem Auto was ich fahren durfte ^^)
Freitag
Nachdem ich mich großzügig bereit erklärt hatte den CLK - Mercedes Kombi von Sixt abzuholen, wurden Basti und Marcus`F in den Webtower geschickt um dort unsere Rechner einzustellen bzw. zu configurieren und alles einzupacken.
Kurz nach 11:00 traf meineiner den allseits beliebte und nach Gurke uns aller Sexsymbol catz|Fira bei Sixt und wir erledigten die bürokratischen Belangen. Kurz danach sah ich unser Fortbewegungsmittel - nagelneu - 28km auf dem Tacho und soviele Knöpfe, Schalte und Lämpchen das meine Augen feucht wurden vor Freude ( 6-Gang-Getriebe ! ).
Kurzerhand riss ich die Autoschlüssen - nein keine gewöhnlichen ! sondern mit Infrarot (ka, auf jedenfall interessant) Fira aus der Hand und setzte mich in den Mietwagen. Ich spürte ein Gefühl der Freude.
Zumindest bis ich losfahren wollte und die Handbremse nicht finden konnte um sie zu lösen, bis mir Fira netter Weise erklärte das diese bei den neueren Mercedes links der Kuplung zu finden ist (Automatikfahrer = Schattenparker).
Nun gut, nach kurzer Eingewöhnungsphase wusste ich das wir beide für einander geschaffen waren und schafften es auch dank des tollen GPS-Systems innerhalb kürzester Zeit beim Webtower einzutreffen, nur um zu erfahren das Finni (Marcus`F) verschlafen hatte und somit die Rechner noch nicht configuriert waren - ihre natürlich schon, aber für meinen reichte die Zeit dann wohl nicht mehr aus.
Dennoch waren wir recht schnell fertig und begaben uns sobald auf den Weg. Das einzigste Problem an der Sache war, dass so viele Knöpfe und Schalter vorhanden waren dass man nicht immer den richtigen erwischt hat und einige böse Menschen mit Lichthupen und Stinkefinger an uns vorbeifuhren (Man muss natürlich wissen ob der Tempomat auch bei 60 auf der linken Spur einwandfrei funktioniert).
Um es auf den Punkt zu bringen, wir sahen aus wir drei junge, dynamische, erfolgreiche und verkappte Frauenhändler die grade ihren Erlös in die neueste Technik investiert hatten.
Die Fahrt bis zur Grenze verlief relativ ereignislos, ein paar Besuche bei Burger King und diversen Raucherpausen. Aufgrund der grandiosen Technik des Autos gelang es mir auch ohne Fahrerwechsel (Basti und ich durften fahren) an die Grenze zu gelangen, und zwar (immerhin 850km) innerhalb des akzeptablen Zeifensters von 8 Stunden (Maximalgeschwindigkeit dividiert durch Baustellen dividiert durch sinnlose 120 Begrenzungen = 8 Stunden).
Wenn ihr aufmerksam gelesen habt wisst ihr was sich dem Betrachter für ein Bild geboten hat - natürlich war es selbstverständlich das der Schweizer-Ricola-Beamte uns herrauswinken musste. Wäre es nicht so gewesen würde ich ernsthaft überlegen mit dem Schmuggeln anzufangen !
"Reisepässe und Ausweise bitte" - ein skeptischer Blick - 21 Jahre Jung - mit einem Beifahrer der wie ein russischer Türsteher aussieht und einem bleichen Handlager auf der Rückbank - der Kofferraum voller Technik.
Der Ricolasoldat ließ auch nicht lange auf sich warten: "Sieh - fahrrren sie doch mal bitte rrechts ran"
Jetzt kommt der wirklich blöde Teil der Geschichte, natürlich vergaß ich meine Jacke mit aus dem Auto zu nehmen und es war schon recht Kühl so gegen 22:00. Nachdem Finni auch mit aussteigen wollte, war natürlich wiedermal klar was kommen musste:
Mr. Ricola: "Sieh - bleiben sie bitte mal im Wagen und verhalten sich ruhig"
Durch den kalten Wind und der fehlenden Jacke fröstelte ich was mich natürlich ein wenig unglaubwürdig erschienen lies als ich ihm klar machen wollte das wir auf eine "Lanparty" fahren, zum virtuellen Kräftemessen. Dennoch gelang es mir das schweizer Bombonchen davon zu überzeugen das wir im Grunde ganz liebe Kerle sind, freundlicherweise verwies er mich noch auf die andere Straßenseite zum deutschen Zoll um eine Bestätigung zu ersuchen das wir bei der Ausreise nicht auch noch mit dem deutschen Zoll probleme kriegen könnten.
Der erste Beamtengang ohne Wartezeiten - desinteressierte Zöllner die sich angeregt über Micheal Jackson unterhielten und uns eigentlich klarmachten das hier eh keiner rausgewunken wird - was auch auf der Rückreise der Fall war - somit schliessen wir das Thema Zoll.
Zwischendurch erreichten uns auch ein, zwei Anrufe von unseren Kolegen die uns schon ein Stück vorraus waren und mit ihrem VW Passat natürlich kein Problem beim Zoll hatten - das einzige amüsante war hier noch das unser lieber Alex`K den Markus`R nicht in seinem Dörfchen gefunden hatte und somit mit knappen 2-3 Stunden hinter uns lag.
Zu diesem Zeitpunkt war alles noch wunderbar.

Das änderte sich aber sobald wir uns auf der schweizer Autobahn befunden und mit maximal 120km/h die restlichen 200km zurücklegen mussten. Zu allem übel auch noch im Nebel bei dem man kaum 5 Meter vors Auto sehen konnte.
Dank des wirklich genialen GPS-Navigationssystems und meiner unerschrockenen Fahrweise ("Basti wenn du was siehst schrei einfach") gelang es uns tatsächlich den Ort Martigny zu finden. Nach 10 Stunden, 30 minuten und 1080 Kilometern später befanden wir uns am Ziel unserer Träume ! (01:00 Samstag Früh)