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Seit wann seid ihr in der World of WarCraft anzutreffen?
Archie: Die meisten von uns spielen bereits seit der Beta oder dem Release. Wir haben allerdings auch "Spätzünder" wie Phil im Team, der erst seit Burning Crusade richtig bei der Sache ist.
Phil: Wie Archie bereits erwähnt hat, bin ich im Vergleich zu meinen Teammates relativ spät zu World of WarCraft gekommen. Vor dem Release von Burning Crusade habe ich einen Krieger gespielt und mit der Erscheinen des Addons bin ich auf den Druiden gewechselt.
Archie, der Schamane in der Arena
Wie seid ihr damals auf das Spiel aufmerksam geworden?
Archie: Ich für meinen Teil war begeisterter Diablo-Spieler und World of WarCraft kam mir als Abwechslung zu Counter-Strike ganz gelegen. Irgendwie bin ich dann hängen geblieben und spiele seitdem.
Phil: Ursprünglich komme ich ja aus dem RTS-Genre und habe mich hauptsächlich für Strategiespiele wie WarCraft III, StarCraft, Battle for Middleearth oder die C&C-Reihe interessiert. Meine Brüder haben dann damals mit WoW angefangen und irgendwann habe ich dann auch mal gespielt.
Warum habt ihr gerade die Klasse, bzw. Rasse ausgewählt, die ihr im Moment spielt?
Archie: Ich bin Veganer und finde Kühe super. (lacht) Eine „hufige“ Angelegenheit eben. Glücklicherweise spiele ich selbst nicht mehr aktiv. Unsere Jungs spielen ihre Rassen, bzw. Klassen deshalb, weil es offensichtlich die besten Kombinationen sind, bzw. ihnen eben diese liegen. Hier spielt wohl keiner seinen Gnom, weil er die Frisuren so lustig fand.
Phil: Bei mir war das wohl eher Zufall. Als ich mit WoW anfing war mir noch nicht klar, dass sich WoW so sehr zu einem eSport-Titel hin entwickeln würde. Daher habe ich einfach die Klasse ausgewählt, die mir damals am besten gefiel.
In welche Richtung hat sich das Spiel seit seinem Erscheinen entwickelt?
Archie: Der Trend geht natürlich deutlich in Richtung PvP, wobei Blizzard sehr bemüht ist regelmäßig neuen PvE-Content zu entwickeln. Wenn ich mir überlege wieviel sich alleine mit dem Addon und den Arenen, gerade für uns als PvPler, geändert hat, dann hat WoW doch einen beachtlichen Sprung vom MMORPG zum eSport-tauglichen Kultspiel gemacht.
Burning Crusade kommt zum Ende. Ein erfolgreiches Addon für PvP-Spieler?
Archie: Na aber sicher! Vor Burning Crusade gab es bis auf das bisschen Open-PvP nur die Battlegrounds und das war trotz rivalisierenden Stammgruppen bei weitem noch nicht die Competition, die wir heute mit Arenen und all den damit zusammenhängenden Turnieren geboten bekommen.
Phil: Wie gesagt entwickelt sich das Spiel schon sehr deutlich in Richtung PvP. Vor dem Addon gab es nur ein wenig Open-PvP und eben die Battlegrounds. Durch die Veröffentlichung des Arena-Systems mit Burning Crusade gab es erstmal für alle PvP-Interessierten die Möglichkeit sich über eine Online-“Ladder“ zu messen. Blizzard kündigte ja schon vor einiger Zeit an, dass sie WoW eSport-tauglich machen wollen und ich denke, dass sich WoW auch in Zukunft noch stark in diese Richtung entwickeln wird.
Verfolgt ihr die aktuelle WotLK-Beta?
Archie: Wir konzentrieren uns voll auf das Hier und Jetzt, ergo Burning Crusade. Wir dürfen uns höchstens kleine Abstecher in die Beta erlauben, zu vergleichen mit FIFA-Akteuren, die sich flüchtig den Nachfolgertitel ansehen, sich aber erst ausführlich damit auseinandersetzen, wenn die Ligen darauf umsteigen. Sobald die Turniere für dieses Jahr hinter uns liegen, werden wir uns sicher auch in aller Ruhe ansehen, was Blizzard uns mit dem neuen Addon zu bieten hat. Wir verfolgen natürlich trotzdem die News auf gängigen Community-Seiten und informieren uns darüber, was auf uns zukommt. Trotzdem, zum jetzigen Zeitpunkt heißt das Spiel Burning Crusade und nicht Wrath of the Lich King.
Phil: Nein, ich persönlich nicht. Mit Burning Crusade gibt es genug zu tun und da bleibt wenig Zeit, sich noch mit dem zu beschäftigen, was erst in ein paar Monaten kommt. Natürlich lese ich ab und zu über das kommende Addon und ich habe mich auch schon etwas mit dem neuen Talentbäumen beschäftigt, jedoch liegt mein Fokus momentan klar auf Burning Crusade und den Turnieren in diesem Jahr. Mit Wrath of the Lich King werde ich mich dann beschäftigen, wenn es soweit ist. |
Was haltet ihr von den Änderungen, die ihr bis jetzt gesehen habt?
Archie: Soweit ich das jetzt schon beurteilen kann, bleiben die Macher ihrer Linie aus 2008 treu und orientieren sich am eSport und räumen dem PvP allgemein einen wesentlich höheren Stellenwert ein, wenn es um die Balance geht. Zunächst haben wir befürchtet, dass gerade der Deathknight das Spiel ruinieren könnte, aber bis dato sind wir mit dem was wir von der Beta zu sehen bekamen rundum zufrieden.
Phil: Von dem wenigen, was ich bisher gesehen habe, bin ich sehr positiv überrascht. Blizzard scheint viele der Zufallsfaktoren aus dem Spiel zu entfernen und arbeitet noch weiter an der Balance. Insbesondere auf hohem Niveau sind „lucky proccs“, „crit lines“ oder „spell resits“ sehr ärgerlich.
Viele Leute werfen dem Spiel vor, dass es nur auf Glück und Ausrüstung basiert und nichts mit Können und Erfahrung gemein hat. Wie steht ihr zu solchen Aussagen?
Archie: Wäre dem so, könnte jeder WoW-Einsteiger ein international hochkarätig besetztes Turnier gewinnen. Natürlich wissen wir um den „Luckfaktor“ im Spiel, das kann frustierend sein, aber damit haben alle zu kämpfen und Blizzard scheint sich wirklich Mühe zu geben, all das aus dem Spiel zu verbannen. Wer hart an sich arbeitet und trainiert, lernt mit dem „RNG“, ergo Glück und Pech zu rechnen und weiß, wie er zum Beispiel darauf zu reagieren hat, wenn ein Spell resistet wird und macht sich dazu frühzeitig Gedanken. Ausrüstung ist zur Nebensache geworden, jeder der in den Arenen aktiv ist, wird mit solcher belohnt und so kann wirklich jeder, der Einsatz zeigt recht flott alles zusammen haben, was er für den Triumphzug braucht. (grinst) Auf Turnieren spielt all das so oder so keine Rolle, da mit vorgefertigten Charakteren gespielt wird und für alle gleiche Bedingungen geschaffen werden - so wie sich das im eSport gehört.
Phil: Ich denke, viele solcher Aussagen werden von Personen getroffen, die sich nicht wirklich mit dem Spiel beschäftigt haben. Es mag zwar stimmen, dass der so genannte Zufallsfaktor „RNG“ eine Rolle in WoW spielt, jedoch wird dadurch nur in den seltensten Fällen ein Spiel entschieden. Auf Turnieren erhält jeder Spieler die gleiche Ausrüstung, sodass dadurch ebenfalls keine Unterschiede entstehen.
Was würdet ihr Personen empfehlen, die solche Aussagen treffen?
Archie: Die meisten, die mit Begriffen wie Luck, et cetera um sich werfen, haben sich einfach nicht ausführlich genug mit dem Spiel beschäftigt, viele sogar überhaupt nicht. Wem ernsthaft daran gelegen ist, das Spiel zu verstehen, der wird fündig. Es gibt tausende Videos von hervorragenden Spielern, die jedem einen Einblick in ihr Können gewähren und zeigen, wie es gemacht wird. Wer im Stande ist mit Google umzugehen, wird fündig und hat erstmal genug Lesestoff für den ein oder anderen Monat. Wer dennoch Fragen hat, die niemand so recht zu beantworten weiß, kann uns natürlich auch gerne mal auf einem Turnier über die Schulter schauen oder uns einfach im IRC ausfragen. Wir sind eigentlich alle ganz umgänglich und haben echt wenig mit dem „WoW-Klischeenerd“ gemein. (lacht)
Phil: Sie sollten sich einfach etwas mehr und vor allen Dingen genauer mit dem Spiel beschäftigen. Nur weil etwas neu ist, ist es noch lange nichts schlechtes. Neue Dinge werden gemeinhin immer negativ aufgenommen.
"Die Leute müssen sich mehr mit dem Spiel beschäftigen."
Was muss Blizzard noch verbessern, um das Spielerlebnis für alle Parteien zu optimieren?
Archie: Das ist wirklich ein Punkt, an dem Blizzard dringend ansetzen muss: Ein ordentlicher Spectatormode, Replays sowie Bright-Models, die entscheidende Aktionen im Spiel grafisch hervorheben. Das sind alles Dinge, die für die Zuschauerfreundlichkeit wichtig wären. Für die Spieler wäre ein ordentlicher Ladder-Modus angenehm, in dem sich jeder gezielt seine Gegner raussuchen kann. Besonders hoffen gerade die professionellen Spieler auf ein verbessertes UI, das ihnen den Spielalltag vereinfacht und man sich nicht mehr online mit unzähligen Addons rumschlagen muss, um dann offline mit einem leider immer noch lückenhaften Blizzard-Ui kämpfen zu müssen.
Phil: Die meisten Punkte hat Archie ja bereits angesprochen. Es gibt wirklich noch eine Menge Raum für Verbesserungen, die Blizzard vornehmen könnte. Ein Host-System, wie etwa in WC3 wäre ideal. Ebenfalls sollte man einen Replay- und Zuschauer-Modus hinzufügen. Zusätzlich sollten spezielle Aktionen und vor allen Dingen die Teams deutlicher gekennzeichnet werden, etwa durch Einfärbung der Spieler wie in Quake 3 oder ähnlichen Spielen. |
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Außerdem spiele ich selber derzeit so ca. 5 Minuten die Woche, zu mehr reichts nicht wirklich, mein Team hält mich ganz schön vom selber daddeln ab, gibt immer was zu tun!

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