Wenn ein Name zum Fluch wird: Wir schreiben Mittwoch, den 20.2.2008, noch zwei Nächte bis zum Start der NGL ONE Finals. ToD, SaSe und Fly100% stehen an einem chinesischen Flughafen und wollen die Reise nach Berlin antreten. Der Flug beinhaltet einen Zwischenstop im Vereinigten Königreich, hier beginnen die Probleme.
Nicht zum ersten mal wird einer Planung das große Angstwort des internationalen eSport zum Verhängnis: VISUM. Am 15.2. hatte Fly einen Termin beim zuständigen Amt, wir waren guter Dinge, dass mit der Aus- und Einreiseerlaubnis alles klar geht. Man versicherte Wei Liang, dass das Visum am 19.2. Übergeben werde. Flüge wurden gebucht, Koffer gepackt.
19.2.: Die Übergabe des Visums verzögert sich auf den nächsten Tag. Der urspünglich gebuchte Flug musste umgebucht werden. Einzig nutzbare Alternative: Der erwähnte Zwischenstop in England. Eigentlich kein Problem, Flughäfen sind bekanntlich Grauzonen und für einen direkten Weiterflug bedarf es keinerlei Aufenthaltsgenehmigung im entsprechenden Land.
Weit gefehlt. Bei der Passkontrolle fällt den Behörden das fehlende Transfervisum für Großbritannien auf. Ungläubig wird versucht, die Problematik des direkten Weiterflugs zu erläutern, doch nichts zu machen. Auf dem Flughafen des Inselreichs müssen unsere Spieler das Terminal wechseln und haben einen zweistündigen Aufenthalt im Land, ergo: Aufenthaltsgenehmigung nötig. Der Flug wird verweigert.
Während ToD und SaSe als Europäer keine Probleme haben und den Flug antreten, versucht Fly mit Unterstützung aus Deutschland in einer Nachtschicht noch einen Direktflug zu buchen. Trotz zuvor zugesagter Reservierung seitens der Flugbetreiber war jedoch kein Flug mehr verfügbar.
Während alle anderen Spieler nach und nach in unserer Hauptstadt eintrudeln, macht sich Fly total erschöpft auf den Rückweg nach Guangzhou. Schlafen bis Sonntag und von den Teamkollegen mit einem Sieg entschädigt werden, so lautet die Devise.